Mein Bike, mein Sattel, mein Popo - oder doch nicht?
- Herbert Zauner
- 22. Apr. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 12. Sept. 2025
Schon seit den ersten Planungen für die Tour rund um Korfu war ich felsenfest davon überzeugt: Mein eigenes Bike muss mit! Schließlich ist es nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern ein treuer Begleiter, perfekt auf mich abgestimmt. Der Sattel hat sich meinem Popo angepasst wie ein maßgeschneiderter Anzug, die Schaltung kennt meine Gewohnheiten, und die Bremsen – na ja, die bremsen.
Doch dann kam die bittere Erkenntnis: Das ist kompletter Blödsinn.

Warum mein Bike daheim bleibt
Zunächst die Anreise. Klar, die Idee, mein Fahrrad gemütlich im Auto zu verstauen und nach Korfu zu kutschieren, klang romantisch. In der Theorie. In der Praxis bedeutet das: Eine Fahrt nach Venedig, eine Fährenüberfahrt von mindestens 24 bis 26 Stunden und eine Menge Geduld, die ich auf dem Rad habe – aber nicht, wenn ich an einem Fährhafen rumstehe.
Gut, dachten wir, dann eben mit dem Flieger. Aber auch hier mussten wir schnell einsehen: Fahrradmitnahme im Flugzeug ist ein Kapitel für sich – eine Mischung aus Logistik-Horror, Extrakosten und der Frage, ob das Rad die Reise in einem Stück überlebt oder als Puzzle in Korfu ankommt.
Also blieb nur eine Lösung: Michi & ich leihen sich vor Ort ein Rad aus!
Fremdes Rad, fremder Sattel – eine
ernste Angelegenheit
Und jetzt beginnt der heikle Teil: Wie wird dieses Leihrad sein? Schaut es etwa so aus wie diese oben angeführten bikes? Das kann ja heiter werden-:)
Wie reagiert es in der Abfahrt? Wie verhält es sich auf Schotter? Und vor allem: Wie wird mein Popo nach sechs Tagen mit einem neuen Sattel aussehen? Ich meine, einen Tag kann man sich mal auf ein anderes Rad setzen, aber fünf bis sechs Tage? Das ist eine ernsthafte Beziehungskrise zwischen mir und meinem Gesäß. Im Hinterkopf behalte ich den Tipp eines erfahrenen Bikers namens "Trauni" "nimm Dir doch Deinen eigenen Sattel mit!" Mal schauen - aber ihr werdet es, in welcher Form auch immer, auf jeden Fall erfahren.
Doch wie mein Freund Michael immer so schön sagt: „Don’t talk it, do it!“ Also gut, dann machen wir das Beste daraus. Und eigentlich, wenn ich es mir so überlege, hat das Ganze auch Vorteile.
Service inklusive – die Dimitris-Lösung
Dank Ilias, unserem Taverne-Guru auf Korfu, haben wir Kontakt zu Dimitris, einem Freund von ihm, der ein Fahrradgeschäft in Korfu-Stadt betreibt. Und das Beste: Er hat uns bereits versichert, dass pünktlich zur Saison 2025 die neuesten Bikes vor Ort sind. Keine rostigen Touristenmühlen, sondern top gewartete Räder, die angeblich in einwandfreiem Zustand sind.

Und jetzt kommt der eigentliche Vorteil: Sollte unterwegs etwas passieren – ein platter Reifen, eine gerissene Kette oder eine akute Sattel-Unverträglichkeit – ist Dimitris nur eine Stunde entfernt und kann im Notfall mit dem Auto vorbeikommen. Das ist schon mal mehr Service, als mein eigenes Bike je geliefert hat.
Und so kann ich mich am Ende der Tour entspannt zurücklehnen, das Rad abgeben und mir sagen: „Mission accomplished!“ Dann kann ich die restliche Zeit gemütlich in Ilias’ Taverne verbringen, mit Blick aufs Meer, einem kühlen Getränk in der Hand – und hoffentlich einem Popo, der sich langsam wieder erholt.
Aber dazu dann mehr in einer späteren Ausgabe meines Blogs!























Links oben dass erste Fahrrad würde dir gut stehen!
Aber im Ernst gratuliere dir zu deiner professionellen Vorbereitung ! 👍