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Meine Transalp 2017 - Ein Abenteuer auf zwei Rädern!

  • Autorenbild: Herbert Zauner
    Herbert Zauner
  • 4. Feb. 2025
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 12. Sept. 2025



Was weiß ich noch von meiner Transalp 2017 ? Oh, so einiges! Vor allem, dass sie der Startpunkt für meine Leidenschaft zum Biken wurde.


Die Idee für dieses Abenteuer kam Ende 2016 – oder besser gesagt, sie wurde mir in Form eines Geburtstagsgeschenks quasi ein wenig "auferlegt" . Meine Christina schenkte mir ein Specialized Mountainbike , und plötzlich war da dieser Gedanke: Wenn ich so ein Bike habe, dann muss ich doch auch was Großes damit anstellen, oder?


Damals, wenn sich meine Freunde trafen, ging es ständig nur um Biken – über diesen Pass, jenes Tal, die krassesten Trails. Ich stand daneben und konnte nur zuhören, denn ich hatte keine Ahnung und keine eigenen Erlebnisse beizutragen . Das musste sich ändern! Problem war nur: Ich war null in Form für solche Touren. Auch beschloss ich, das zu ändern.


Ich kaufte mir das Buch „TransAlp Light“ , studierte es beinahe wie ein heiliger Gral und fand eine Route, die ich mir zutraute. Klar war: "Ich muss trainieren – und zwar richtig"! 


Ich hatte fünf Monate Zeit, also wurde der Heimtrainer mein bester Freund . Sobald das Winterwetter vorbei ist, geht’s raus ins Gelände. Mein Freund Ronald gab mir den ultimativen Tipp: „Zuerst Ausdauer, dann Berge.“ Also fuhr ich 600 km auf der Ebene , bevor Ronald mich das erste Mal auf die GIS bei Linz mitnahm. Überraschenderweise hielt ich mit – okay, er drosselte sein Tempo, aber hey, ich war dabei! Und vor allem: Es hat Spaß gemacht!

Mit jedem Kilometer wurde mein Bike mehr zu meinem Verbündeten , und als es endlich Juni wurde, war ich bereit für das große Abenteuer.



Mit Michael über die Alpen



Schon im Jänner stand fest: Diese Tour mache ich nicht alleine. Mein Freund Michael war sofort dabei, und ich freute mich riesig, das mit ihm gemeinsam durchzuziehen.

Aber mal ehrlich: Michael und ich sind vom Körperbau her grundverschieden. Er, drahtig und austrainiert (naja so übertreiben brauch ich wohl auch nicht) – ich, naja... sagen wir, ich hatte sicher 30 kg mehr zu schleppen! 🙈 Deshalb einigten wir uns auf eine einfache Regel: Jeder fährt sein eigenes Tempo, aber das Ziel bleibt dasselbe. Ich war natürlich langsamer, aber ohne Druck konnte ich die Tour auf meine Kunst genießen . Und am Ende standen wir immer gemeinsam oben , feierten unseren Erfolg und freuten uns auf die nächste Abfahrt!


Zur Vorbereitung gehörten auch gemeinsame Touren rund um Linz , viel Planung und eine sorgfältig durchdachte Packliste – schließlich mussten wir alles selbst über die Berge schleppen. Zu viel wäre eine Katastrophe, zu wenig aber auch!


Sechs Tage voller Höhen und Tiefen – wortwörtlich!





Am ersten Tag stiegen wir in Landeck aus dem Zug , voller Vorfreude, Nervosität und Abenteuerlust. Was folgte, waren sechs Tage voller Anstrengung, grandioser Aussichten und unvergessliche Momente .

Unsere Tage begannen meist mit harten Anstiegen , die uns den Schweiß aus allen Poren trieben. Doch das Beste am Hochfahren ist? Runterfahren!  Die Abfahrten waren die Belohnung für jede Quälerei – und ich kann euch sagen: Sie waren es wert!

Highlights? Da gibt es viele!


Der höchste Punkt der Tour: Die Fahrt von Ischgl auf die Idalpe – Schnee, Erschöpfung und pure Freude. Ich war fix und fertig , aber als ich oben ankam, hatte ich tatsächlich Tränen in den Augen. (Tränen des Stolzes!) Ich hatte es geschafft!




Grenzüberquerung nach Italien: Natürlich wurde das gebührend gefeiert – mit gutem Essen und (ausnahmsweise) ein, zwei Gläsern Wein. Schließlich mussten wir diesen Moment würdigen!

Der erste Singletrail: Ich, geplagt von Höhenangst , auf einem schmalen, steil abfallenden Trail – und dann hatte ich keine Wahl mehr, musste einfach fahren. Das Adrenalin! Der Stolz! Es war unglaublich.


Der Abend, der mich gelehrt hat, dass Bier+Schnaps+Biken eine schlechte Kombination sind: Am nächsten Morgen, nach ca. 200 Höhenmeter , musste ich eine Zwangspause einlegen. Das Frühstück landete postwendend im Graben . Lektion gelernt!

Die erste Panne: Meine Bremsen waren komplett hinüber – aber dank schneller Hilfe ging's flott weiter. Dabei wurde mir klar: Ich sollte mir zumindest ein besseres Grundwissen in Bike-Reparaturen aneignen.


Der große Fail am Gardasee: In voller Montur sprintete ich jubelnd mit voller Bike Montur ins Wasser , nur um später festzustellen: Handy in der Tasche. Die Panik war groß, aber zum Glück waren alle Bilder gesichert. Trotzdem: Nie wieder!


Was bleibt? Eine Freundschaft auf einem neuen Level!





Sechs Tage lang waren wir nur zu zweit unterwegs , auf uns gestellt, ohne Ablenkung. Ich hätte nie gedacht, wie sehr eine Tour eine Freundschaft auf eine neue Ebene hebt . Wir haben zusammen geschwitzt, gelacht, geflucht, uns motiviert – und es einfach genossen .

Wir hatten das perfekte Wetter , waren körperlich und mental am Limit (meist nur ich!)  , aber das Gefühl, es gemeinsam geschafft zu haben, war unbezahlbar .

Jedes Mal, wenn ich heute an diese Tour denke, zaubert sie mir ein Lächeln ins Gesicht . Und wenn ich mir die Fotos anschaue, denke ich nur: „Verdammt, war das geil!“ 



Eckdaten unserer Tour:

6 Tage - 350 km - Über 8000 Höhenmeter -

Von Österreich über die Schweiz nach Italien 

Landeck – Ischgl – Scuol – Santa Maria – Arnoga – Edolo – Campolaro – Gardasee



🔹 2738m Viderjoch 

🔹 2251m Pass da Costainas

 🔹 2234m Döss Radond 

🔹 2301m Passo di Verva 

🔹 1934m Passo Croce Domini



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