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Olivenbäume auf Korfu – ein uraltes Erbe und flüssiges Gold

  • Autorenbild: Herbert Zauner
    Herbert Zauner
  • 4. Apr. 2025
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 12. Sept. 2025


Griechenland hat insgesamt rund 6.000 Inseln , von denen jedoch nur etwa 227 bewohnt sind.

Die größten und bekanntesten Inselgruppen sind:


  • Ionische Inseln (z. B. Korfu, Kefalonia, Zakynthos)

  • Ägäische Inseln (z. B. Lesbos, Samos, Chios)

  • Kykladen (z. B. Santorini, Mykonos, Naxos)

  • Dodekanes (z. B. Rhodos, Kos, Karpathos)

  • Sporaden (z. B. Skiathos, Skopelos)

  • Kreta – die größte Insel Griechenlands


Wenn ich an Korfu denke habe ich viele Bilder im Kopf Ich kenne auch schon ein paar andere Inseln - jedoch Korfu ist auf ihre Art EINZIGARTIG!


Wer auf Korfu mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs ist, kommt an ihnen nicht vorbei: den unzähligen Olivenbäumen, die sich in endlosen Hainen über die Insel erstrecken. Besonders auf dem Weg in den Süden, vorbei am Prasoudi Beach, führt ein alter Pfad durch ein wahres Naturdenkmal – einen der ältesten Olivenhaine der Insel.

Hier wächst die Sorte Lianolia , eine kleinfrüchtige Olive, die für ihre Robustheit und ihr außergewöhnlich hochwertiges Öl bekannt ist. Diese Bäume sind nicht nur alt – sie sind uralt . Einige von ihnen haben einen Stammumfang von bis zu zehn Metern und werden auf ein Alter von 2.500 bis 3.000 Jahren geschätzt! Die beeindruckendste unter ihnen trägt den



Bild: Ludwig
Bild: Ludwig


Namen „Mitera“ , die Mutter aller Olivenbäume.


Sieben Erwachsene müssen sich an die Hände halten, um ihren massiven Stamm zu umfassen.

Eine erfundene, aber herrlich bildhafte Geschichte besagt, dass vor 2.000 Jahren sogar Jesus unter einem dieser uralten Bäume Rast gemacht haben soll. Er soll dabei anerkennend genickt und gedacht haben: „Diese Olivenbäume sind wirklich alt.“

Olivenöl – mehr als nur ein Lebensmittel

Doch diese Giganten stehen nicht nur als stumme Zeugen der Geschichte herum. Sie liefern nach wie vor köstliche Oliven, die in der traditionsreichen Ölmühle „The Governor“ in Agios Matheos verarbeitet werden. Hier hat man sich auf die Herstellung von hochqualitativem,

kaltgepresstem Olivenöl spezialisiert. Ludwig & Freunde verbrachten schon mehrere Tage u.a. auch im Rahmen ihrer Wandergruppen (https://www.seelenbaumler.club) bei ihnen und halfen das grüne Gold zu ernten!








Die Ernte beginnt bereits Ende September, wenn die Oliven noch grün sind – denn genau dann ist der Gehalt an Oleocanthal und Phenolen am höchsten. Diese natürlichen Inhaltsstoffe wirken stark entzündungshemmend und gelten als regelrechtes Wundermittel für die Gesundheit. Kein Wunder also, dass ein großer Teil des Oktoberöls in ein renommiertes amerikanisches Krankenhaus geliefert wird. Was genau dort mit dem Öl gemacht wird? Das erfährt man nur bei einer Führung durch die The Governor Ölmühle.



Korfu – die Insel der Olivenbäume

Mit über 4 Millionen Olivenbäumen zählt Korfu zu den am dichtesten bewachsenen Olivenregionen der Welt. Der Olivenanbau wurde hier maßgeblich durch die Venezianer geprägt, die zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert die Insel beherrschten. Damals wurden Anreize geschaffen, um die Olivenproduktion zu steigern – und das Ergebnis ist heute eine atemberaubende Landschaft aus endlosen Olivenhainen, die das Bild der Insel prägt.

Ob als Schattenspender, Zeuge der Geschichte oder Quelle des „flüssigen Goldes“ – die Olivenbäume Korfus sind einzigartig. Und wenn man an einem heißen Tag unter einem dieser alten Riesen sitzt und das goldgrüne Öl auf einem Stück frischem Brot genießt, dann spürt man, dass hier nicht nur Geschichte, sondern auch Genuss lebendig ist.


Und DANKE an Ludwig für seine Bilder!!! "Echaristopoli melene Ludwig" -:)


Kali Orexi – guten Appetit!


Ah - da fällt mir noch was ein - weil ich gerade so am Schreiben bin:


Olivenöl – Der geheime Turbo für Radfahrer?



Radfahren auf Korfu ist eine traumhafte Sache – sanfte Hügel (tja da bin ich mal gespannt!?), atemberaubende Ausblicke und überall diese uralten Olivenbäume, die majestätisch in der Landschaft stehen. Doch eines Tages kam mir eine kühne Idee: Wenn Olivenöl so gut für den Körper ist, sollte es dann nicht auch als natürlicher Energielieferant taugen?

Auch gut, Selbstversuch! Ein ordentlicher Schluck Olivenöl vor dem nächsten Anstieg – was soll schon passieren? Nun ja… Die Pedale wurden irgendwie schwerer statt leichter, meine Wasserflasche schien mich vorwurfsvoll anzustarren, und mein Magengegend meldete erste Zweifel an der Wissenschaft hinter meinem Experiment.

Nach gefühlten 300 Höhenmetern aufwärts (und innerlich leicht abwärts) ließ ich mich unter einem uralten Olivenbaum nieder. Mein Fazit: Olivenöl ist eine fantastische Sache – für Salate, Brot und vielleicht sogar für die Haut. Aber als Turbo-Booster für Radfahrer?


Sagen wir mal so: Wer nicht mit dem Gesicht voran in einem Olivenbaum landen will, sollte es lieber im Fläschchen lassen! Tja, seltsam aber so könnte es sein! -:) Schönen Tag noch ihr Lieben!


Und weil die Nachfrage nach Rezepten anscheinend noch nicht gestillt ist - hier noch eins!



 

 Gefüllte Aubergine / Melanzani (für uns Österreicher) vegetarisches Rezept mit Feta

μελιτζάνες γεμιστές / melitzánes gemistés





 Auberginen sind vielseitig einsetzbar und eignen sich besonders zum Befüllen. Das vegetarische Rezept ist einfach gemacht und schmeckt ganz wie im Urlaub

Zuerst:

Vorbereiten der Auberginen! Diese waschen und zwischen der Arbeitsfläche und er Handfläche mit Druck hin und her rollen. So werden die Auberginen weicher und die Haut ist später nicht mehr so hart. Die Auberginen längs in der Hälfte aufschneiden und das weiche Fruchtfleisch mit einem Teelöffel auskratzen. Olivenöl in einer Pfanne erwärmen und die Auberginen von jeder Seite ca. 3 - 5 Minuten braten bis sie weich sind. Auberginen aus der Pfanne nehmen auf einem Küche-Papier legen um das überschüssige Olivenöl aufzusaugen.

Dann:

Vorbereiten der Tomaten- Auberginensoße!  In die Pfannen die Zwiebeln für ein paar Minuten andünsten, Tomatenmark, Tomaten in der Dose oder frische Tomaten, Fruchtfleisch der Auberginen, feingehackter Knoblauch, Salz, Pfeffer und Oregano hinzugeben und unter mehrmaligem umrühren für ca. 30 Minuten köcheln lassen. Pfanne vom Herd nehmen und die kleingeschnittenen frischen Basilikumblätter hinzugeben.

Und jetzt:

Auflaufform einfetten (mit gutem Olivenöl!) die Auberginen-Schiffchen auslegen und die Tomaten-Auberginensoße mit einem Esslöffel in die ausgehölten Auberginen geben. Am Schluss ca. 5 - 6 kleine Würfel FETA Käse auf jede Aubergine legen. Im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 180° Grad ca. 25 - 30 Minuten backen. Der Schafskäse sollte schön angebräunt sein. Dazu Passt frisches Brot oder Reis

Und iatzt erst recht: genießen! Ich sage euch eins - die melitzànes gemistès in Griechenland zu genießen ist etwas ganz feines!


Und übrigens: Warum sagt man in Österreich und auch vorwiegend in Bayern zu den Auberginen - Melanzani? Es dürfte sich hierbei einfach um einen regionalen Sprachunterschied handeln - ungefähr so ähnlich wie: "Paradeiser" in Österreich vs. "Tomate" (Deutschland)

1 Kommentar


Herbert Zauner
Herbert Zauner
05. Apr. 2025

Sehr fein sagt die jessica

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