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Tag EINS / ENA 1– Der Pantokrator, ein steiler Start und unser erster Held

  • Autorenbild: Herbert Zauner
    Herbert Zauner
  • 2. Mai 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 12. Sept. 2025





Der Wecker klingelt. Ich bin hellwach. Die Aufregung? Riesig!

Die Notwendigkeit, so früh wach zu sein? Null. Denn: Wir kommen sowieso nicht vor 9:00 Uhr los. Warum? Na, weil wir gestern Abend den kleinen aber feinen Logistik-Knackpunkt übersehen haben: Wohin mit dem restlichen Gepäck, das nicht in den Rucksack passt – immerhin wollen wir ja nach der Tour noch ein paar Tage die Seele am Strand baumeln lassen.


Dimitris, unser Bike-Verleiher, beruhigt uns: Er ist ab 9 Uhr im Shop, wir sollen uns bitte kein Stress machen. Siga Siga, sagt der Grieche – und wir versuchen es ihm gleichzutun. Klappt… halbwegs. Zumindest bei Michi!


Also nochmal alles durchchecken: Rad okay? Rucksack sitzt? Popo noch schmerzfrei? Alles passt. Wir gönnen uns einen Kaffee im nächstgelegenen Kafenio – der war ganz gut.

Aber das Frühstück? Eine kulinarische Herausforderung: Ein Croissant gefüllt mit Schinken und Käse. Eher ein Kalorienklumpen als ein „leichter Start in den Tag“.

Egal. Energie ist Energie – und davon werden wir noch jede Menge brauchen.


Endlich: Dimitris erscheint. Die Taschen sind übergeben, die Helme sitzen, und wir stürzen uns ins Abenteuer.

Und wie es sich für eine echte Radreise gehört, beginnt der erste Tag… mit einem Verkehrschaos. Korfu-Stadt um 9:30 Uhr – eine Mischung aus hupenden Mopeds, zickenden Zebrastreifen und einem Touristen mit Rollkoffer, der offenbar noch nicht ganz weiß, wo er hinwill.

Wir schon: raus hier!


Nach gut einer Stunde Slalom durch Stadt, Dörfer und Sonne erreichen wir den Fuß des Pantokrator – dem höchsten Berg der Insel. Klingt majestätisch. Ist es auch.

Aber der erste Anstieg? Für mich eher Mount Everest in der Mittagshitze.

Ich geb’s ehrlich zu: Beim ersten giftigen Stück muss ich kurz runter vom Rad. Michael? Der fährt weiter, als wär er auf Schienen. Aber nach einer kleinen Verschnaufpause bei einem Olivenbaum fang ich mich wieder, wir kurbeln weiter – und siehe da: Gemeinsam schaffen wir die über 1000 Höhenmeter.

Oben angekommen, der erste große Freudenschrei – und das erste eiskalte Mythos-Bier. Prost, Pantokrator – du warst zäh, aber du bist bezwungen!


Die Abfahrt? Ein Rausch aus Kurven, Weitblick und Fahrtwind.

Doch plötzlich: Technik-Drama! Michaels Klickpedal verweigert den Dienst – sein linker Fuß ist fix mit dem Pedal verschweißt. Absteigen? Keine Chance. Also rollt er vorsichtig ins Tal (nein er war e geschwind wie ein Pfitschipfeil, quasi einbeiniger Cowboy auf stählernem Ross.


In Acharavi treffen wir – wie es der Radgott so will – auf Steve, einen sympathischen Briten mit Werkzeugkiste und Herz.

Er kann das Problem zwar nicht vollständig lösen, aber er schenkt uns Schatten, Ruhe, Platz – und sein Lächeln. Steve, du bist unser Held des Tages!

(Und für die Reparatur geht’s danach noch ins richtige Radgeschäft – Safety first!)


Endlich am Meer! Sonne, Salzwasser, griechischer Frappé – und 25 Grad, die uns in die Arme schließen wie alte Freunde.

Dann heißt es: Zimmer suchen, Dusche finden, Essen her! Denn einer ist ganz besonders hungrig: Der Tiger in uns!


Wir genießen Souvlakis und griechischen Wein und einen Kaffee eliniko me ligo ouzo!



Und morgen?

Da wartet schon die nächste Etappe – aber jetzt wird erst mal geschlafen. Kalinichta, liebe Freunde der Sattelgeschichten – der erste Tag war ein voller Erfolg!

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