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„Was bleibt – außer Sand in den Schuhen?“

  • Autorenbild: Herbert Zauner
    Herbert Zauner
  • 10. Mai 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 12. Sept. 2025

„Was bleibt – außer Sand in den Schuhen?“


Fünf Tage, zwei Fahrräder, unzählige Höhenmeter – und noch mehr unvergessliche Begegnungen. Unsere Radreise rund um Korfu war nicht nur ein sportliches Abenteuer, sondern eine Reise durch die Freundlichkeit einer ganzen Insel. Wir haben geschwitzt, gelacht, geflucht (leise), und immer wieder gestaunt: Über die Landschaft, über das Essen – aber vor allem über die Menschen.


Da war Dimitri, der Radverleiher mit dem besten Lächeln westlich von Athen, dessen Vater uns wortlos, aber mit der Eleganz eines alten Kapitäns ins Stadtzentrum eskortierte. Oder die Dame beim Autoverleih, die versuchte, Michael mit so viel Einsatz zu versichern, dass es fast romantisch war – „Nimm UNSERE Versicherung, nicht diese Internetgeschichte!“ sagte ihr Blick. Wir glauben, sie träumt heute noch von diesem Vertrag.

Dann war oder IST da noch Ilias!

Eigentlich hätte er ein eigenes Kapitel verdient (hat er ja auch bekommen), aber hier darf er natürlich nicht fehlen: der hilfsbereite, geschäftstüchtige und unerschütterlich gut gelaunte und weise Grieche, der in jeder Situation eine Lösung findet – am liebsten in Form von griechischem Wein (welchen ich nicht auf der Rechnung fand😘),Olivenöl oder einer Karte in der er Dir zeigt wo‘s lang gehen kann! Bei ihm fühlte man sich nicht wie ein Tourist, sondern wie ein alter Freund, der zufällig gerade auf dem Fahrrad vorbeiradelt. Danke, Ilias!


Und dann war da noch der Kellner von Agios Gordios - Vasilli!

Der Strand war schön, das Bier war kalt – aber dieser Kellner war der wahre Geheimtipp. Zuvorkommend, witzig, locker und dabei so cool, dass wir uns fragten, ob er nicht heimlich eine griechische Version unseres österreichischen Lieblings-Barmanns Lugi war. Für ihn waren wir offenbar „ziemlich coole Typen“ – und wer wären wir, das zu bestreiten? Ein Typ zum Mitnehmen (im übertragenen Sinn, versteht sich), der den Nachmittag am Strand zu einem echten Highlight gemacht hat.

Wir wurden bestaunt („Wie alt seid ihr, dass ihr euch das antut?!“), bewundert („Very funny boys!“), bekocht, bekellnert, beraten und motiviert. Man rief uns „Good luck!“ oder „Hop, come on!“ zu – und wir „hopten“ tatsächlich weiter. In Tavernen, an Straßenecken, beim Frühstück oder bei Schraubenproblemen am Schuh: Immer war jemand zur Stelle, der mit einem Lächeln, einem Werkzeug oder einem Toast helfen konnte.


Und dann diese Orte. Ach, diese Orte! Die Dünen – für uns ein Trainingslager in Sachen Willenskraft und Wadenmuskulatur. Die Olivenhaine – mystisch, still und kraftspendend. Das Kloster auf dem Hausberg von Agios Matheos – erreichbar zu Fuß oder mit dem bike, aber ein Ziel mit Aussicht und Andacht. Oder Canal d’Amour, wo wir zum ersten Mal badeten – ein Moment zwischen Romantik und „Ui, ist das kalt!“.

Auch kulinarisch war es eine Offenbarung: Die griechische Küche hat uns nicht nur satt gemacht, sondern regelrecht adoptiert. Die Tavernen? Oasen der Freundlichkeit.

Das Meer? Frisch, klar, manchmal kalt, aber immer ein Hochgenuss – besonders am Morgen, wenn die Sonne erst ahnt, dass es wieder ein guter Tag wird. Und das Wetter? Sonne wie gemalt. Sogar an jenen zwei Tagen, die etwas wolkig starteten, wussten wir: Das pendelt sich wieder ein. Wir sind schließlich Schönwetterfahrer. Seit jeher. Und wir bleiben es.


Was bleibt also? Viel mehr als Sand in den Schuhen. Es bleiben Geschichten, Lächeln, Namen, Orte. Es bleibt ein Inselgefühl, das wärmt. Und es bleibt die Erkenntnis: Die Griechen, sie haben’s einfach drauf – mit dem Leben, mit dem Gastsein und mit dem Menschsein.
















1 Kommentar


Christina Zauner
Christina Zauner
14. Mai 2025

Anfoch soooooo schöööön - ich freue mich so sehr mit dir, daß du diese besondere Reise gemacht hast und deine Eindrücke sagen mir - Korfu ich komme! Dich mein Schatz nehm ich gerne mit!

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